Frühling
Sonntag, 13. März, 2005
"Welt, wir kommen!" Unsere Rasselbande war das erste Mal draußen. Endlich wird es Frühling - pünktlich zum Anfang der fünften Woche. Es wurde höchste Zeit, denn die Entdeckerfreude der kleinen Racker kennt kaum mehr Grenzen. Das Zimmer wird langsam zu klein. Ganz abgesehen davon, dass sie es immer besser verstehen, die Wohnung blitzschnell zu verwüsten und dabei das eine oder andere Malheur außerhalb der "Restroom-Zone" abzusetzen, um es mal ganz vorsichtig auszudrücken.
Jedenfalls scheint der lange Winter endlich vorbei zu sein, so daß wir die ersten Sonnenstrahlen nutzten, um die "Freiluftarena" aufzubauen.

Nachdem das geschafft war, wurde sie sofort in Beschlag genommen. Vier- und Zweibeiner genossen die Sonne, die sich heute für mehrere Stunden zeigte.

Die Welpen waren ziemlich beeindruckt von den vielseitigen Gerüchen und Geräuschen und machte es nach einigen kleinen Ausflügen der Mama nach, die einfach Siesta an der frischen Luft anordnete.

Ansonsten war die vergangene Woche mit Abstand die bislang stressigste: Wir haben begonnen, die Kleinen richtig zu füttern. Die Muttermilch deckt inzwischen etwa nur noch zu 50 % den Bedarf an Nahrung. Kein Wunder, daß Flori keinen gesteigerten Wert mehr auf das Säugen der Welpen legt - sind doch inzwischen die Zähnchen ziemlich lang und spitz. Und sie werden bei jeder Gelegenheit ausprobiert. Das zeigt sich vor allem bei den intensiver werdenden Raufereien untereinander. Nach dem Motto "Paß mal auf, was ich schon alles kann...", wird nach allen Seiten hin gut ausgeteilt. Bellen und Knurren geht auch schon ganz prima. Bisweilen glaubt man kaum, daß diese Geräusche aus den kleinen Körpern kommen, so bedrohlich klingt das manchmal ...
Auch bei der Gewichtszunahme sind erhebliche Steigerungen zu verzeichnen. Die Welpen sind schon recht flink auf den Beinen und folgen sowohl der Mama als auch uns überall hin. Flori versucht immer öfter, sich dieser Anhängerschar etwas länger zu entziehen. Diese Ruhephasen seien ihr gegönnt, schließlich kann sie sich auf ihre zweibeinigen Kindermädchen absolut verlassen. Die sind zwar jeden Abend reichlich erschöpft, haben aber nach wie vor riesigen Spaß an der Rasselbande. Die wiederum hat heute damit begonnen, die große weite Welt da draußen unsicher zu machen.
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