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Fünfte Woche

Sonntag, 20. März, 2005


Kinder, wie die Zeit vergeht. Unsere Welpen wiegen inzwischen alle um die 4 Kilo und besitzen damit schon eine ordentliche Schwungmasse. Sie sind den ganzen Tag an der frischen Luft, was ihnen außerordentlich gut gefällt. Selbst morgens, wo es mitunter noch um die Null Grad hat, toben sie munter über den Parcours. Dabei werden ständig die Kräfte gemessen. Ist mal kein Spielpartner verfügbar, weil die anderen schon schlafen, entdecken unsere kleinen Monster bereits Spielzeug wie Quietschtiere oder Bälle und spielen damit. Kommt ein Zweibeiner in die Nähe des Geheges, so wird er lautstark zum Toben hereingebeten. Das geschieht mit gehörigem Nachdruck, wobei alle Ton- und Schreiarten durchgetestet werden: Winseln, Bellen oder Heulen gehen schon ganz prima. Hat man sich dann ins Gehege begeben, kommt man sich vor, wie der "Rattenfänger von Hameln": kein Schritt ohne ein Rudel schwarzer Fellknäule im Schlepptau. Erst wenn man alle ordentlich durchgeknuddelt hat, wird die Bande etwas ruhiger. Es ist einfach zu drollig, wie anhänglich die Kleinen sind. Die Mama kommt nur noch sporadisch vorbei, um ihre Brut zu säugen. Die Zähne sind jetzt nadelspitz und ordentlich lang. Beißen können die Welpen auch schon ordentlich, so daß diese Prozedur für unsere Florida wahrlich kein Zuckerschlecken mehr sein dürfte.


Wir haben inzwischen die ersten Feriengäste für eine Woche auf unserem Gelände, was sich als optimal für die Sozialisierung unserer Rasselbande erweist: Es handelt sich um eine liebe, hundefreundliche Gastfamilie mit zwei Kindern im Alter von fünf und elf Jahren, die so oft es geht, unsere Welpen im Gatter besuchen.


Wir haben gelernt, unsere Kleinen auseinander zu halten - und zwar sowohl vom Aussehen als auch im Verhalten. Unsere Beobachtungen aus den ersten Wochen scheinen sich im Großen und Ganzen zu bestätigen:
      
Andi hat komplette Marken, seine Augenpunkte sind allerdings sehr knapp. Er hat viel Ähnlichkeit mit Anni, auch im Verhalten. Beide sind Alphatiere, dominant, neugierig, unerschrocken und können sich gut durchsetzen. Sie sind sehr verschmust und stehen in der ersten Reihe, wenn es darum geht, auf den Arm genommen zu werden. Andi ist fast stets letzter, wenn es zum Schlafen geht. Er versucht dann oftmals, bereits eingeschlafene Geschwister zum Spielen zu "reanimieren".

Askan ist ebenfalls sehr verschmust und anhänglich. Er ist sehr verspielt, inzwischen der kräftigste unserer Welpen und besitzt eine schöne, ausgeprägte Zeichnung.

Alfi ist verspielt und sehr rauflustig. Er ist neugierig und stets auf Achse, dafür weniger verschmust. Wir werden daran arbeiten und ihn uns noch stärker "zur Brust" nehmen. Alfi's Marken sind sehr schön ausgeprägt.

Aron ist das Kontrastprogramm zu Alfi: Er ist ruhig, selbstbewußt und sehr verschmust. Seine Marken sind sehr knapp, dafür hat er einen kräftigen breiten Kopf.

Ajax ist lebhaft, sehr entdeckerfreudig und weniger rauflustig. Er geht Konflikten aus dem Weg, ist sehr lieb, verschmust und gerne mal für sich. Er ist farblich der Dunkelste unserer Welpen.

Anton ist unser schönster Rüde, und er weiß es wohl auch. Er hat einen sehr kräftigen Kopf und eine komplette schöne Zeichnung. Er ist noch immer der leichteste der Rüden, was man ihm aber nicht ansieht und bei den Tobereien auch nicht mehr wirklich ins Gewicht fällt. In letzter Zeit hat er die Schmuserei für sich entdeckt und freut sich, auf den Arm genommen zu werden. Er hat ein kräftiges lautes Organ und meckert sofort, wenn ihm etwas nicht in den Kram paßt.

Aimi ist das soziale "Gewissen" der Bande, verschmust und stets bemüht, Konflikte zu schlichten. Sie ist neugierig, sehr verspielt und gern auf dem Arm. Sie hat eine tolle Zeichnung mit großen schönen Marken.