Sechste Woche
Sonntag, 27. März, 2005
Eine Woche voller Aufregung liegt hinter uns. Ein Besuch bei unserer Tierärztin stand im Terminkalender. Die erste wichtige Impfung unserer Welpen mußte durchgeführt werden. Das war natürlich verbunden mit dem Abenteuer "erste Autofahrt". Der Streß begann damit, die Bande in das Auto zu verfrachten. Das lief soweit auch problemlos, aber die Fahrt selber war recht anstrengend. Die ungewohnte Schaukelei mochten unsere Kleinen gar nicht. Der Protest war dementsprechend. Das Autoradio konnten wir schnell ausmachen, für musikalische Unterhaltung war ausreichend gesorgt. Die Welpen demonstrierten ziemlich authentisch ihre Abstammung vom Urahn Wolf. Als wir nach nicht enden wollenden 20 Minuten am Ziel waren, sind unsere Hundchen vor Erschöpfung fast eingeschlafen. Die Lektion Autofahren muß also öfter mal wiederholt werden. In der Arztpraxis selbst waren alle dann wieder vorbildlich ruhig und souverän. Unsere Tierärztin war vom Zustand der Kleinen sehr angetan. Alle sind kerngesund und ließen sich ohne Murren ihre Spritze verabreichen. Voller Stolz traten wir den "Rückzug" an. Der Protest gegen das Autofahren fiel nun schon etwas leiser aus, war allerdings immer noch recht nachdrücklich. Das gesamte Abenteuer steckten die Welpen aber recht schnell weg. Wieder zu Hause angelangt ging es sofort zur Tagesordnung über: raufen, spielen, fressen und schlafen.
Neben der ebenfalls anstehenden dritten Wurmkur gab es diese Woche die ersten Ausflüge aus dem Welpenauslauf. Diese nun täglich stattfindenden Kleinst-Spaziergänge mit unterschiedlichen Routen scheinen der Rasselbande außerordentlich zu gefallen.

Interessant dabei ist zu beobachten, daß sich stets kleine Spähtrupps (zwei oder drei Welpen) mit unterschiedlicher Zusammensetzung bilden, die sofort ins Ungewisse ausschwärmen, während der Rest bei den Zweibeinern bzw. der Mama bleibt.
Jeder Spaziergang endet mit einer zünftigen Balgerei aller Beteiligten auf der Wiese vor dem Welpenauslauf. Danach sind die Welpen so erschöpft, daß eine längere Schlafphase folgt.

Besuch bei den Welpen gab es ebenfalls ziemlich oft: Bekannte, Verwandte oder Osterspaziergänger kommen regelmäßig vorbei, um die Racker zu besuchen. Dabei wird jeder offen und herzlich begrüßt. Die kleinen Ruten gehen dabei so schnell hin und her, daß sie wie Propeller aussehen. Diese natürliche und spontane Begeisterung ist einfach immer wieder umwerfend.
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