Kajus im Urlaub 2006
Samstag, 05. August, 2006
Es war mal wieder soweit. Kajus' Zweibeiner nahmen die Möglichkeit der Urlaubsbetreuung durch uns wahr, die wir allen Welpenkäufern angeboten hatten. Wir möchten einfach nicht, dass unsere Schützlinge in irgendeiner Hundepension landen, falls ihre Besitzer sie nicht mit in den Urlaub nehmen können. Bei uns sind sie halt in einer für sie gewohnten Umgebung, haben mehr als einen Hektar Grundstück zu bewachen und erfahren außerdem noch extra Lektionen in punkto Erziehung durch uns sowie Mama Flori.
Bild1: Kajus in Lünow beim Bewachen des Privatbereiches
Kajus erlebte jedenfalls eine sehr stürmische Begrüßung, ordnete sich Flori sofort unter und war nach einer halben Stunde intensiven Spielens und Begrüßens erst einmal platt. Es war einfach so, als ob er nie weg war.
Nun begann für und uns eine dreiwöchige Zeit mit einem etwas erweiterten Programm. Vor allem regelmäßiges Trainieren von Unterordnungsübungen war angesagt. Kajus befand sich mit seinen 18 Monaten zweifellos in einer typischen Rüpelphase.
Jeder Tag begann mit einer einstündigen Exkursion in die Natur (ca. 8 bis 9 Kilometer), wobei wir entweder joggend oder radfahrend versuchten, mit Flori und Kajus mitzuhalten. Diese Ausflüge klappten tadellos, so als hätten wir schon immer zwei Hunde. Den Abschluss bildete stets ein gemeinsames Bad im Beetzsee, danach gab es Frühstück.
Den Vormittag verbrachten die Hunde mit einem ausführlichen Schlaf während wir uns dem Tagesgeschäft, also unserer arbeit widmeten. Mittags ging es wieder Baden und die Nachmittage verbrachten die Hunde zumeist im Haus auf den kalten Fliesen, es war ein Jahrhundertsommer mit Temperaturen ausschließlich jenseits der dreißig Grad.
Abends waren kleinere Spaziergänge angesagt, natürlich auch mit einem gemeinsamen Bad abgeschlossen wurden.
Bild2: Kajus beobachtet unseren Kater
Kajus ist insgesamt ein sehr aufgeschlossener, freundlicher und kluger Rüde. Er lernt sehr schnell und besitzt einige sehr gute Anlagen, die weiter gefördert werden könnten. Dazu gehört seine Wasser-Affinität sowie sein Instinkt, im Wasser befindliche und ihm bekannte Menschen zu begleiten und sie möglichst aus dem Wasser zu bergen. Bei anderen Rassen wie dem Neufundländer oder dem Landseer werden diese Anlagen gezielt gezüchtet und ausgenutzt, um Hunde zur Wasserrettung auszubilden. Kajus wäre dafür der ideale Kandidat. Ganz prima funktionieren das Joggen und Fahrradfahren mit Kajus. Er entfern sich kaum mehr als 10 Meter vom "Rudel", ist aufmerksam und darauf bedacht, in der Nähe vom Chef zu bleiben. Die kurzzeitige Verfolgung einer Spur oder von Wild (Rehe, Hasen) ist nur natürlich und zeigt seine gute Nasen und Laufveranlagung. Eine solche Aktion sollte immer mit einem lauten "Hier" abgebrochen werden und Kajus' erscheinen danach sofort mit einem Leckerchen belohnt werden. Das klappt schon recht gut, ist aber unbedingt ausbaufähig. Wir hatten da mit Flori auch länger als zwei Jahre zu tun, um den jetzigen Zustand zu erreichen.

Bild3: Kajus beobachtet die Schafe
Kajus hatte sich jedenfalls recht schnell bei uns engegliedert, unsere anderen Haustiere wie Hühner, Kaninchen, Schafe, Ziegen und Katzen kenengelernt und sie schnell als Teil des "Rudels" akzeptiert. So fiel uns der Abschied nach fast drei Wochen doch wieder sehr schwer ...
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